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Restrukturierung von Unternehmen

Während sich die Sanierung eines Unternehmens auf Sofortmaßnahmen zur Abwendung einer Krise konzentriert, handelt es sich bei der Restrukturierung um die ganzheitliche Neuausrichtung eines Unternehmens, wenn das Fortführen desselben akut gefährdet ist. Bei der Restrukturierung geht es also nicht nur um die Optimierung eines bestimmten Teilbereiches eines Unternehmens, sondern um das Unternehmen als Ganzes.

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Restrukturierung - Krisenstadien

Restrukturierung – Krisenstadien

Wie ist der Ablauf einer Restrukturierung?

Phase 1

Die erste Phase beschäftigt sich mit der Analyse sämtlicher Rahmenbedingungen. Um die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können, muss festgestellt werden, wo überhaupt Handlungsbedarf besteht. Aus diesem Grund werden in der ersten Phase alle internen und externen Faktoren genau unter die Lupe genommen.

Das können verschiedene Arbeitsprozesse innerhalb des Unternehmens sein oder aber Faktoren, die über das Unternehmen hinausgehen. Hierzu gehören unter anderem Kunden, Lieferanten oder Konkurrenten. Je gründlicher in der ersten Phase recherchiert wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, das Unternehmen vor der Insolvenz zu schützen.

Phase 2

In der zweiten Phase wird entschieden, welche Veränderungen in welchen Bereichen stattfinden müssen. Oftmals müssen diese Veränderungen drastisch ausfallen, um einen wirklichen Nutzen daraus ziehen zu können. Allerdings erfordern Veränderungen oft Mut und werden nicht immer gut aufgenommen.

In dieser Phase kann es vorkommen, dass sich die Unternehmensführung zunächst gegen bestimmte Maßnahmen sträubt oder dass Mitarbeiter Angst vor den Konsequenzen haben. Jetzt ist eine offene Kommunikation das Mittel der Wahl.

Die Mitarbeiter sollten sowohl über die geplanten Veränderungen als auch über deren Hintergründe informiert werden. Davon profitieren beide Parteien: Die Mitarbeiter fühlen sich mit ihren Sorgen ernstgenommen und einbezogen. Für das Unternehmen ist diese Vorgehensweise ebenfalls vorteilhaft, da die Mitarbeiter so eher geneigt sind, mit der Unternehmensführung gemeinsam an einem Strang zu ziehen, was die Chancen einer erfolgreichen Restrukturierung deutlich erhöht.

Phase 3

Phase 3 umfasst die konkrete Maßnahmenplanung und -umsetzung. Es geht nun darum, Verantwortlichkeiten festzulegen und kurz-, mittel- sowie langfristige Maßnahmen zu bestimmen. Einige Veränderungen bedürfen zunächst etwas zeitlichen Vorlauf.

Es gibt aber auch Maßnahmen, die schnell umgesetzt werden sollten. Um die erfolgreiche und rechtzeitige Umsetzung dieser Maßnahmenpalette sicherzustellen, müssen sämtliche Schritte kontrolliert werden. Dabei hilft ein konkreter Zeitplan, der in regelmäßigen Abständen überprüft wird.

Phase 4

In Phase 4 steht die finanzielle Absicherung im Vordergrund. Die Handlungsfähigkeit eines Unternehmens setzt die entsprechende Zahlungsfähigkeit voraus. Das bedeutet, dass ein Unternehmen in dieser Phase das Hauptaugenmerk auf die Liquidität lenken muss.

Um neue Liquidität zu schaffen, kann ein Unternehmen beispielsweise neue Gesellschafter aufnehmen oder Vermögenswerte veräußern. Zudem sollten ausstehende Forderungen eingetrieben werden. Hier stellt das Factoring eine mögliche Lösung dar.

Beim Factoring handelt es sich um den Verkauf der Forderungen. Eine Factoringgesellschaft erwirbt die Forderungen des Unternehmens und zahlt den entsprechenden Forderungsbetrag meist innerhalb von ein bis zwei Werktagen. Die anschließende Eintreibung der Forderung bei dem Schuldner des Unternehmens übernimmt die Factoringgesellschaft, so dass das Unternehmen schnell an Liquidität gewinnt und zudem Ressourcen für das Mahnwesen einspart.

Phase 5

Das Schlüsselwort in Phase 5 lautet Vorbeugung. Es ist nicht zielführend, wenn ein Unternehmen seine Krise erfolgreich überwindet, um anschließend direkt in die nächste Krise zu rutschen. Darum macht die Entwicklung eines Frühwarnsystems an dieser Stelle sehr viel Sinn, um zukünftig schneller und effektiver handeln zu können, wenn bestimmte Risiken auftreten.

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Was sind die Ziele einer Restrukturierung?

Das Hauptziel ist immer die ganzheitliche Neuausrichtung eines Unternehmens, das aufgrund der aktuellen Unternehmenskultur bzw. -struktur nicht mehr überlebensfähig ist und vor einer Insolvenz steht.

Durch grundlegende Veränderungen wird ein Umbruch initiiert. Das Unternehmen erhält dadurch ein neues zukunftsfähiges Leitbild, um die frühere Marktmacht zurückzuerhalten oder erstmalig eine starke Marktposition einzunehmen und diese auch langfristig zu behalten.

Restrukturierung von Unternehmen – Ziele

Restrukturierung von Unternehmen – Ziele

Wann ist eine Restrukturierung erforderlich?

Es sind mehrere Szenarien denkbar, in denen eine Restrukturierung erforderlich ist. Ein Unternehmen kann einerseits durch falsches Handeln bzw. Wirtschaften in eine Schieflage geraten oder andererseits durch negative Marktentwicklungen, die entweder bereits eingetreten sind, oder aber in der Zukunft befürchtet werden.

In all diesen Situationen reichen kleinere Änderungen in der Regel nicht aus, um das Unternehmen wieder in die Erfolgsspur zu bringen. Aus diesem Grund ist eine umfassende Neuausrichtung des Unternehmens dann oft unerlässlich.

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